Schnäppchen Zwangsversteigerung?

In der Vergangenheit konnten Immobilien bei Zwangsversteigerungen teilweise deutlich unter Verkehrswert erworben werden.

 

Mittlerweile werden aber nach unserer Erfahrung bei Zwangsversteigerungen zu hohe Preise bezahlt. Die Preise sind häufig schlechter, als auf dem freien Markt. Berücksichtigt man noch, dass bei Versteigerungen häufig keine Besichtigung möglich ist und dass es überhaupt keine Gewährleistungsrechte gibt, sind Versteigerungen aktuell aus unserer Sicht in Städten mit angespantem Immobilienmarkt uninteressant.

 

Noch ein Tipp zum Schluss, wenn Sie trotzdem eine Immobilie ersteigern möchten: Sie benötigen keinen Versteigerungskalender oder ähnliches, was Sie kostenpflichtig bei verschiedenen Anbietern erwerben können, da auf der offiziellen Seite www.zvg-portal.de alle Zwangsversteigerungen aufgeführt sind und teilweise sogar die Gutachten runtergeladen werden können. Auf dieser Seite finden Sie auch einen Kontakt zum Gläubiger (meistens die finanzierenden Bank), der die Zwangsversteigerung betreibt. Es ist immer sinnvoll hier Kontakt aufnehmen, um weitere Unterlagen zu bekommen und um den Mindestpreis zu erfragen, bei dem die Bank den Zuschlag gibt. Ein Gläubigervertreter hat nämlich immer die Möglichkeit, die Einstellung des Verfahrens zu beantragen, wenn das abgegebene Gebot nicht den Vorstellungen des Gläubigers entspricht, wodurch in diesem Fall das Gericht den Zuschlag versagt. Dies ist auch dann der Fall, wenn im zweiten oder dritten Termin die Wertgrenzen entfallen sind.